warum der erste gedanke von mir kommen muss
Ich könnte auch ohne KI leben. Das musste ich bis vor wenigen Jahren auch. Aber heute will ich das gar nicht mehr. Denn sie nimmt mir Arbeit ab. Sie hilft mir dabei, Gedanken zu ordnen, die ich vorher zwar gedacht, aber noch nicht strukturiert und teilweise sogar verloren hatte.
Es geht dabei nicht um Effizienz im Sinne von Geschwindigkeit. Es geht darum, dass zwischen einem halbfertigen Gedanken und einer klaren Aussage oft nur ein einziger Zwischenschritt fehlt. Diesen Schritt kann KI erstaunlich gut unterstützen, wenn man ihr vorher sagt, wohin die Reise gehen soll.
mein prinzip: biologische intelligenz zuerst
Mein Ansatz sieht konkret so aus: Ich gebe eine Richtung vor. Ich diktiere Gedanken, schreibe Stichpunkte, skizziere ein Argument. Dann nutze ich KI, um daraus eine Zusammenfassung oder Abstraktion zu bauen, die ich anschließend selbst nochmal bearbeite, bevor sie irgendwo landet.
Biologische Intelligenz zuerst. KI danach. Als Werkzeug.
(Danke Frank auch für das Gespräch und den Gebrauch des Begriffs)
Der Startpunkt bestimmt alles. Wer mit einem eigenen Gedanken beginnt und KI zur Verfeinerung nutzt, behält die Kontrolle über das, was am Ende entsteht. Das Ergebnis trägt eine Handschrift. Meine.
warum die reihenfolge alles verändert
Die meisten, die ich kenne, machen es andersherum. Sie stellen eine offene Frage, schauen, was dabei „rauskommt“ und bauen darauf auf. Das ist für mich eingeschränktes Denken. Die Richtung des Denkens wird nicht vorgegeben, sie wird übernommen, oft ohne es zu merken.
Der Unterschied klingt klein. Er ist es nicht. Wer keine Richtung vorgibt, bekommt eine geliefert und nennt sie am Ende seine eigene. Das passiert nicht aus Faulheit. Es passiert, weil es bequem ist. Und weil das Ergebnis auf den ersten Blick gut genug aussieht, um den Unterschied zu übersehen.
was daraus entsteht
Das ist natürlich kein Prinzip, das ich anderen aufzwingen will. Für mich funktioniert es. Ich habe eine Menge an Interessen und Projekten, die ich ohne KI neben meiner Hauptarbeit gar nicht abbilden könnte. Nicht um mehr zu machen, sondern um die richtigen Dinge zu machen: die, die mir etwas bedeuten und die vielleicht auch anderen Bedeutung geben.
Und wenn dabei echte Gespräche entstehen, echte menschliche, dann ist das für mich der Beweis, dass das Werkzeug an der richtigen Stelle eingesetzt wurde. Nicht die Qualität des Outputs entscheidet, ob KI sinnvoll genutzt wurde. Es ist das, was danach passiert. Zwischen Menschen.