Kategorie: Kommunikation

  • empörung braucht ein objekt

    In meiner Studienzeit gab es ein kleines Buch, das hieß Empört euch. Stéphane Hessel, ein knapper Text, große Wirkung. Das Buch selbst war vor allem ein Aufruf, ein Anstoß. Aber es hat in seiner Zeit etwas mitgetragen, das mir heute auffällt, weil es fehlt: die Idee, dass Empörung produktiv sein kann. Dass sie etwas sichtbar macht, dem eine Lautstärke gibt, das Gegenüber kurz in seinem Denken anhalten lässt. Empörung als Aufmerksamkeitsbewegung mit einer Richtung.

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